Gesprächskonzert: Wie wirken Klänge?

Prof. Dr. Arvid Kappas und Claudia Janet Birkholz: Wie wirken Klänge?

Das Gesprächskonzert mit der Pianistin Claudia Janet Birkholz in der Weserburg Museum für moderne Kunst und dem Psychologen und Emotionsforscher Prof. Dr. Arvid Kappas am 30. November 2023 war ein großer Erfolg.
Mit den über 60 Gästen, die diesem spannenden Gesprächskonzert interessiert zuhörten, konnte unser Verein sich über einen neuen Zuschauerrekord und begeisterte Gäste freuen.

Fotos: Ulrich Graf-Nottrodt

Weitere Infos zur TalkTime im November 2023 gibt’s hier: https://www.realtime-bremen.de/wie-wirken-klaenge/

Wie wirken Klänge? 

Erwartung & Wahrnehmung in der Musik 

Gesprächskonzert: Let’s Talk Music 
Donnerstag, 30.11.2023
19 Uhr
Weserburg Museum für moderne Kunst / Otte Klanghaus
Teerhof 20, 28199 Bremen

Vorverkauf über www.nordwest-ticket.de
(Eintrittspreise plus 1,50 € Buchungsgebühr)

Karten an der Abendkasse.
Eintritt: 14 €/ermäßigt 8 € (Schüler, Studenten, Rentner)
Reservierungen über info@realtime-bremen.de 

Claudia Janet Birkholz Foto von Andreas Caspari

Die Pianistin Claudia Janet Birkholz lädt drei Mal im Jahr zu einem besonderen Gesprächskonzert ein, bei dem sie mit ihren Gästen über Musik spricht und ausgewählte Werke am Flügel spielt.

Am Donnerstag, 30. November, unterhält sie sich in der Weserburg Museum für moderne Kunst mit dem Psychologen und Emotionsforscher Prof. Dr. Arvid Kappas über die Erwartungen und Wahrnehmungen von Zuhörer:innen, die in einem Konzert Neue Musik erleben. Wie empfinden wir (Neue) Musik? Und warum kommt sie uns oftmals seltsam und ungewohnt vor? Außerdem: Je öfter wir sie hören, desto spannender scheint sie.

Der Emotionsforscher Arvid Kappas studierte Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss dort 1986 mit dem Diplom ab. Promoviert (PhD) wurde er 1989 am Dartmouth College in New Hampshire, USA. Nach Dozenturen an der kanadischen Université Laval und der britischen University of Hull wurde er 2003 zum Professor an der International University, heute Constructor University, in Bremen berufen. Er gilt als ein international anerkannter Experte der Psychologie der Emotionen.

Claudia Janet Birkholz spielt Werke von György Ligeti, der mit seinen Kompositionen die Wahrnehmung der Zuhörer und Zuhörerinnen steuern wollte, Komposition von Christoph Hendler, der durch Priming die Wahrnehmung lenken möchte sowie Werke von Toshi Hosokawa, der eine ganz eigene Erwartung an die Zuschauer stellt.

Mitmach-Märchen neu erzählt

Familien beim realtime Märchenkonzert Foto von Andreas Caspari

Die Schöne und das Biest, erzählt und musikalisch begleitet von Christian Bergmann (Sprecher + Inszenierung), Lynda Cortis (Violoncello + Loop) und neu geschrieben von Anke Fischer begeisterte am 21. Mai 2023 im Park am Leibnizplatz kleine und große Zuhörer.
In einem vorausgehenden Workshop konnten Kinder einfache Geräuschemacher basteln, um selbst Teil der Aufführung zu werden und das Märchen an bestimmten Stellen rasselnd zu unterstützen.

Fotos: Andreas Caspari

Künstler

Christian Bergmann – Sprecher + Inszenierung
Lynda Cortis – Violoncello + Loop
Autorin – Anke Fischer
Thomas Keiser, Leitung Workshop

Weitere Informationen zum Werk und den Künstlern gibt’s hier: Märchenkonzert: Die Schöne und das Biest

Soundmaschinen-Werkstatt Ritsch Ratsch Klick Klack

Thomas Keiser, Felix Fisgus Ritsch Ratsch Klick Klack Soundmaschinen-Konzert Foto von Andreas Caspari

Drei Tage lang konstruierten und feilten die jungen Teilnehmer in der Soundmaschinen-Werkstatt mit den Künstlern Thomas Keiser und Felix Fisgus an ihrer Musikmaschine. Das Baumaterial waren Alltagsgegenständen, die mit Motoren und Mikrokontrollern in Aktion gebracht wurden. Am 21. Mai 2023 präsentierten die Kinder ihr Werk in der Weserburg mit einem Soundmaschinen-Konzert, das nicht nur spannend klang sondern auch optisch durch Lichteffekte beeindruckte.
Schaut also unbedingt auch auf Instagram, dort gibt’s einen Soundmaschinen-Film: https://www.instagram.com/realtime_bremen/

Fotos: Andreas Caspari

KÜNSTLER:

Thomas Keiser
Felix Fisgus

Body Play – durch Bewegung Sound erzeugen

Body Play Gero Koenig mit Chordeograph Foto von Ulrich Graf-Nottrodt

In der Zeit vom 19. bis 21. Mai 2023 installierte Gero Koenig seinen Chordeographen in der Weserburg Museum für moderne Kunst.

Body Play – Chordeograph Augmented Reality

Instrument und grafische Partituren als interaktive Videoinstallation

Das Projekt „Chordeograph Augmented Reality“ erschließt einem oder mehreren Teilnehmern die Navigation in einem weiten Klangraum.
Saiten gespannt auf einen großen Resonanzkörper sind ein uraltes Konzept der Klangerzeugung. Der Chordeograph erweitert dieses Konzept durch die Integration interaktiver grafischer Partituren und computergestützter Echtzeit Saitenanregung. Die interaktiven Einheiten, Software-Bots, erkunden die Resonanzfrequenzen jeder einzelnen Saite. Die Partitur ist die Schnittstelle zwischen den Spieler:innen und den Software-Bots. Sie steuert den Aktionsbereich und das Verhalten der Software-Bots.

Die Spieler:innen interagieren mit den Software-Bots durch ihre Körperbewegungen. Die Bewegungen ihrer Arme und Hände werden in ihrer räumlichen Position und Dynamik elektronisch erschlossen. Damit können die Spieler:innen gezielt elektrische Signale auslösen. Die daraus resultierenden Frequenzen werden in präzise mechanische Schwingungen einer bis aller Saiten umgewandelt.

Gero Koenig entwickelte die Arbeit 2018 am Hertz Labor des ZKM unterstützt von ARTOXIN.

Fotos: Ulrich Graf-Nottrodt

Konzept, Konstruktion und Programmierung: Gero Koenig
Instrumentenbau: Bernd Alexander Bittmann, Peter Kelemen
Technische / künstlerische Beratung: Gottfried Düren, Georg Dietzler, Bernd Wendt

Gero Koenig

1972 geboren, lebt und arbeitet als Komponist, Performer, Instrumentenerfinder und Medienkünstler in Köln. Er studierte Klavier und Komposition an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf sowie bei Clarence Barlow und Nic. A. Huber. Seit 2002 realisiert er Kompositionen und inszenierte Konzertperformances mit ortsbezogener visueller Dramaturgie und Raumgestaltung wie in Klangraum Basilika St. Gereon in Köln, SAFE AND SOUND in Belgrad, Audio Art in Krakau, ZKM in Karlsruhe, S.T.R.E.A.M. Festival und SMC Hamburg.

Aus einer Dekonstruktion des Klaviers entwickelte er den „Chordeograph“ als Instrument und Verfahren zur Klangerzeugung und eine Software zur interaktiven Echtzeitsteuerung. 2018 wurde der Chordeograph als interaktive Installation im Rahmen der Ausstellung Open Codes am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) ausgestellt.

https://www.gerokoenig.de/

Menschliche und Roboter-Perkussionisten in Imitation Game

Interaktive Komposition für menschliche und Roboter- Perkussionisten Foto von Andreas Caspari

Das realtime–festival zu Gast in der Weserburg, Museum für moderne Kunst: Am 18. Mai 2023 wurde dem Publikum mit Imitation Game ein außergewöhnliches KI-Konzert präsentiert.
In der interaktiven Komposition von Artemi-Maria Gioti, für menschliche und Roboter-Perkussionisten, spielte ein von künstlicher Intelligenz gesteuertes Schlagzeug zusammenmit dem Perkussionisten Manuel Alcaraz Clemente.

Fotos: Andreas Caspari

Künstler

Manuel Alcaraz Clemente – Schlagzeug
Artemi-Maria Gioti – Komponistin

Weitere Informationen zum Werk und den Künstlern gibt’s hier: Imitation Game

Finale II des realtime–festivals mit Andi Otto Band

Andi Otto Band Foto von Andreas Caspari

Neben Werken der aktuellen Alben „Bow Wave“ und „Entangleland“ begeisterten Andi Otto,  Sebastian Kokus und Manuel Chittka auch mit freien Improvisationen das Publikum am 21. Mai im Schlachthof Bremen. Im Anschluss an das Konzert nahm sich Andi Otto noch die Zeit dem interessierten Publikum das von ihm selbst entwickelte „Fello“-System vorzustellen – einer Kombination von Cello, Sensoren und Software. „Fello“ ist ein System, bei dem das eigentliche Spiel bisweilen erst beginnt, wenn der Bogen die Saiten verlässt und in der Luft tanzt. Die Klänge des Cellos werden dabei durch Gesten mit dem Bogen verändert, ähnlich wie beim Spiel auf einem Theremin.

Fotos: Andreas Caspari

Künstler

Andi Otto – Fello
Sebastian Kokus – Bass
Manuel Chittka – Schlagzeug

Weitere Informationen zum Werk und den Künstlern gibt’s hier: Finale I und II.

Generation Kill – die Bühne wird zur multiperspektivischen Welt

Stefan Prins Generation Kill – offspring (2012) Foto von Andreas Caspari

Das Finale I des realtime–festivals am 21. Mai im Schlachthof Bremen, Generation Kill des Komponisten Stefan Prins, regte zum Nachdenken an und fragte: Beeinflussen Videospiele die Kriege, die dann wie Videospiele geführt werden?
Die Musiker:innen des Nadar-Ensembles bedienten neben den Instrumenten auch Spielekonsolen und ließen Audio- und Videosamples mit akustischem Instrumentalspiel untereinander agieren und sich gegenseitig kontrollieren.

Fotos: Andreas Caspari

Stefan Prins (*1979):
Generation Kill – offspring #1 (2012)

Künstler:innen:

Pieter Matthynssens – Violoncello
Yves Goemaere – Schlagzeug
Thomas Moore – Gamecontroller
Dries Tack – Gamecontroller

Weitere Informationen zum Werk und den Künstlern gibt’s hier: Finale I und II.

Uraufführung Future Soundscapes

Claudia Janet Birkholz mit PULSE und Endrick Foto von Andreas Caspari

Mit Future Soundscapes entführte das Ensemble PULSE – Johannes Haases progressives Streichquartett aus Bremen – am 20. Mai das Publikum im Tor 40 in elektronische Klangwelten und kollaborierte für das realtime–festival mit dem Schlagzeuger und Techno-Produzenten Endrick. Präsentiert wurden ganz neue, futuristische Klanggebilde mit dreidimensionalen Rhythmusstrukturen und sphärische Flächen.
Bei Instagram könnt ihr übrigens in alle Konzerte auch noch einmal reinhören: https://www.instagram.com/realtime_bremen/

Fotos: Andreas Caspari

KÜNSTLER:INNEN:

Johannes Haase – Violine, Elektronik
Joosten Ellée – Violine, Elektronik
Yuko Hara –Viola, Elektronik
Jakob Nierenz – Violoncello, Elektronik
Gast: Endrick – Synth, MPC, Drums

Weitere Informationen zum Werk und den Künstlern gibt’s hier: Future Soundscapes (UA).

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