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REALTIME

FESTIVAL

2023
Mensch Musik Maschine
2023 Oktober / November 2021 17. -21. Mai

Trailer

realtime – internationales festival für neue musik bremen

Vielfältig Augen & Ohren erobert
Die klassische Musik der Gegenwart ist vielleicht ein bisschen „crazy“, aber auf jeden Fall interessant und spannend: An knapp vier Tagen erreichte realtime – internationales festival für neue musik bremen, 800 Menschen jeden Alters mit seinem facettenreichen Programm: Bühnen-Performances, Pop-up-Konzerten unter freiem Himmel, Talk-Runden, Film-Vorführungen, Instrumenten-Workshops und einem Musik-Märchen für Kinder. „Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen wir mit realtime auf ganz verschiedene Art für Neue Musik interessieren konnten – unser ‚Konzept der Vielfalt’ ist aufgegangen“, freut sich Claudia Janet Birkholz, künstlerische Leiterin und Mit-Initiatorin des Festivals. Die inspirierende und emotionale Kraft der Neuen Musik zeigte sich auch bei den Musikfilmen des internationalen Musikvideo-Wettbewerbs und in den erkenntnisreichen Lectures von Film-Größen wie Jan Harlan und Henning Lohner, die zum Festival in die Hansestadt anreisten.

Das nächste Festival ist für 17.-21. Mai 2023 bereits geplant – in Kooperation mit dem Gastland Frankreich. Dann soll die Neue Musik ganz im Zeichen von „Mensch – Musik – Maschine“ stehen. Im Vorfeld des Festivals wird schon 2022 ein internationaler Wettbewerb für innovative Aufführungskonzepte ausgelobt. Die beste interdisziplinäre Performance-Idee für Gegenwartsmusik wird wiederum mit dem Köster-Preis ausgezeichnet – mit 30.000 Euro der höchstdotierteste Preis im Genre der Neuen Musik. Interessierte dürfen sich also schon jetzt auf neue unvergessliche Momente beim Realtime-Festival 2023 freuen…
Mehr zur Ausschreibung finden Sie hier.

In spannenden und besonderen Konzertformaten, multimedialen Beiträgen und Lectures gepaart mit exzellenter Unterhaltung möchte das Festival einem breiten Publikum die Vielfalt der zeitgenössischen, klassischen Musik darbieten.

Horizonte eröffnen, Fesseln sprengen, den Atem rauben und an- und erregen: all das werden unsere Künstler mit Ihnen -unserem Publikum beim Realtime Festival zelebrieren. Mitreißende Lichtshows, Performances, Konzerte & Poetry, Pop-Up-Konzerte in der Innenstadt und betörende Musikvideos werden die Hansestadt leuchten und erklingen lassen.

Lassen Sie sich von nie gehörten Klängen und Bildern in Sphären entführen!

Dagna Sadkowska, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulter,
Dr. Gerhard Köster, Claudia Janet Birkholz

Konzerte

Freitag, 22.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Opening I: Luzifers (T)Raum

Werk von Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Klavierstück XII „Luzifers Traum“ (1981) von Claudia Janet Birkholz (Klavier) und Katrin Bethge (Licht-& Projektionskunst)

Claudia Janet Birkholz geboren in Bremen, ist eine im In-und Ausland gefragte Interpretin für Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie studierte Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen bei Kurt Seibert und ist dort seit 1993 Dozentin für Klavier und zeitgenössische Musik. Freude am Experimentellen, ein hoher intellektueller Anspruch, sowie die Sensibilisierung des Publikums für ungewöhnliche akustische Ereignisse machen ihre Konzerte zu besonderen Erlebnissen. Sie trat u.a. bei den Bodenseefestspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, Gaudeamus MusicWeek, Wien modern, den Berliner Festwochen, dem Ultraschallfestival, dem Festival für zeitgemäße Musik Bludenz und den Bregenzer Festspielen auf und widmet sich in letzter Zeit besonders der Entwicklung neuer  Konzertformate in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern, Psychologen, KI-Forschern und Mathematikern.

Sie ist Produzentin von vielfach ausgezeichneten Musikvideos gemeinsam mit der renommierten Filmemacherin Christine Jezior sowie die Initiatorin des Vereins „Realtime-Forum Neue Musik“ e.V. und künstlerische Leiterin des „realtime internationales festival für neue musik bremen“.

Katrin Bethge ist freischaffende Zeichnerin und Projektionskünstlerin. Nach einer Ausbildung zur Theatermalerin in der Hamburgischen Staatsoper und dem Studium der Illustration an der HAW Hamburg begann sie 1999 mit dem Inszenieren virtueller Räume aus Licht und Projektion. Ihre Overheadprojektionen begleiten seitdem Projekte aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, Foto, Ausstellungen und Aktionen im Stadtraum. Sie trat bei zahlreichen Festivals, in Produktionen und Theaterhäusern auf wie dem Kampnagel Hamburg, dem Theaterhaus Zürich, dem Schauspielhaus Bochum, beim Mikro Makro Festival in Polen oder dem Gare du Nord Basel.

Seit 2001 ist Katrin Bethge Dozentin für Zeichnen, Farbe und Form an der Modeakademie JAK Hamburg.

Claudia Janet Birkholz

Freitag, 22.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Opening II: Inside Poland

Werke von Piotr Peszat, Piotr Jędrzejczyk, Wojciech Błażejczyk gespielt vom Ensemble Kwartludium.

Künstler:

Ensemble Kwartludium:

Dagna Sadkowska, Violine

Michał Górczyński, Klarinette / Bassklarinette

Paweł Nowicki, Percussion

Piotr Nowicki, Klavier

Ralf Besser, Moderator

 

Komponisten:

Piotr Peszat (*1990): Real Life Proof (2018)

für Violine, Klarinette, Bassklarinette, Vibraphon, Klavier, Elektronik
und Videoprojektion

Piotr Jędrzejczyk (*1993): Quartiude (2020)
für Violine, Klarinette, Percussion und Klavier

Wojciech Błażejczyk (*1981): General Theory of Relativity (2018)

für Violine, Klarinette, Klavier, Percussion und Elektronik

 

Das Ensemble Kwartludium aus Polen ist in seinem Heimatland für experimentelle und außergewöhnliche Konzerte bekannt. An diesem Abend spielt es aktuelle Werke polnischer Komponisten mit Videoprojektionen und Elektronik.

Ralf Besser, Prozessbegleiter und Moderator, wird mit überraschenden Aha-Erlebnissen für das Publikum den Abend begleiten.

Das polnische vierköpfige Ensemble gründete sich 2002 und besteht aus Absolventen der Musikhochschulen in Warschau, Bydgoszcz und Danzig. Seitdem spielen die vier Musiker*innen Werke junger Komponisten aus Polen und dem Ausland sowie zahlreiche Uraufführungen und Konzerte auf renommierten Festivals auf der ganzen Welt, unter anderen beim Warschauer Herbst, dem Unsound in New York, Festival für moderne Musik in Peking, Daegu Festival für zeitgenössische Musik, Ensemble Europa in Köln, Loop Festival in Brüssel, Musica Viva in Lissabon, Contrasts in Lemberg, Arena Festival in Riga u.v.m. Neben der zeitgenössischen Musik spielt auch die Improvisation eine wichtige Rolle. Das künstlerische Schaffen von Kwartludium umfasst Aufnahmen für Plattenlabels wie Dux, Requiem Records, Touch sowie das polnische Radio, TVP Kultura, Polmic, WDR 3 und Deutschlandfunk.

Ensemble Kwartludium

Samstag, 06.11.2021 – Mercedes Kundencenter – Konzerthalle

Werk „Sinfonie & Stimme“ von Carola Bauckholt, Agata Zubel und Cezary Duchnowski vorgetragen von

Agata Zubel und Cezary Duchnowski unter der Leitung von Marc Niemann.

Ein besonderes Highlight dieses Festivals ist die international gefeierte Stimmakrobatin und Star-Komponistin Agata Zubel. Zusammen mit dem Realtime-Ensemble unter der Leitung von GMD Marc Niemann.

Agata Zubel

Agata Zubel

Agata Zubel, Marc Niemann

Samstag, 06.11.2021 – Mercedes Kundencenter – Konzerthalle

Night-Konzert mit Andi Otto und seinem Fello

Der Hamburger Musiker Andi Otto spielt mit seinem Instrument „Fello“, einem Cello mit multisensorischem Bogen, eine außergewöhnliche Soundperformance. Durch die Bewegung seiner Arme und den Druck der Finger kombiniert er die klassische Spielweise mit elektroakustischen Klängen.

Komponisten:

Carola Bauckholt (*1959): Treibstoff (1995) für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Percussion

Agata Zubel (*1978): Chapter 13 (2015) für Sopran und Instrumentalensemble

Cezary Duchnowski (*1971): Monada 3 (2018) für Frauenstimme, Klavier und Computer

Agata Zubel: Not I (2014) für Stimme, Instrumentalensemble und Elektronik

Künstler:

Agata Zubel (Sopran)

Cezary Duchnowski (Elektronik)

Agata Zubel ist als polnische Komponistin und Sängerin für ihren einzigartigen Stimmumfang und Techniken bekannt, die Stereotypen in Frage stellen. Sie studierte an der Karol-Lipiński-Musikakademie Komposition bei Jan Wichrowski und Gesang bei Danuta Paziuk-Zipser und promovierte 2004 im Fach Musik. Seither arbeitet sie an der Akademie als Dozentin.

Besonders die Neue Musik nimmt einen wichtigen Platz in ihrem Repertoire ein. Sie arbeitete mit berühmten Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble InterContemporain, der musikFabrik, der London Sinfonietta, Ictus, dem 8. Blackbird, den San Francisco Contemporary Music Playern, den Seattle Chamber Players, dem Münchener Kammerorchester, den Neuen Vocalsolisten, dem Remix Ensemble und vielen weiteren. Sie trat in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, dem Konzerthaus in Wien, dem Konzerthaus in Berlin, dem Musikgebouw in Amsterdam, dem Musikverein Wien, der Elbphilharmonie in Hamburg, der Philharmonie in Berlin und Köln, Luxemburg, Moskau, Essen, in der Royal Albert Hall, auf dem Royal Festival Hall in London, der Casa da Musica in Porto und in der Seattle Symphony auf.

Cezary Duchnowski ist Komponist, Pianist, Performer und Dozent. Er wurde 1971 in Elbląg geboren und studierte Komposition in der Klasse von Leszek Wisłocki an der Musikakademie in Breslau, wo er heute auch unterrichtet.

Seit 2005 tritt er gemeinsam mit Agata Zubel (als ElettroVoce-Duo) auf. Im selben Jahr erhielt er den Sonderpreis beim internationalen Wettbewerb „Gaudeamus“ in Amsterdam für die Interpretation Zeitgenössischer Musik.

2004 erhielt „Monada 3“ für Gesang, Klavier und Computer den ersten Preis beim 10. Internationalen Podium für Elektroakustische Musik in Rom.

Elektroakustische Musik stand in den letzten Jahren im Mittelpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit und zahlreicher Kompositionen.

 

Marc Niemann studierte Klavier und Dirigieren in Hannover, Lübeck und Berlin und schlug anschließend die klassische Kapellmeisterlaufbahn mit Stationen in Lübeck, Eutin, Braunschweig, Pforzheim u.a. Er wurde als Stipendiat der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung, der Richard-Wagner-Stiftung und der Max-Grünebaum-Stiftung ausgezeichnet. Als Gastdirigent stand er bereits am Pult zahlreicher Klangkörper und dirigierte bei Festivals, u.a. der Staatskapelle Halle, der Brandenburger Sinfoniker, der Berliner Sinfoniker, der Bielefelder Philharmoniker, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Staatskapelle Schwerin, der Kammeroper Schloss Rheinsberg und beim Beethovenfest Bonn.

Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Generalmusikdirektor des Stadttheaters Bremerhaven und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt wurde Marc Niemann im Jahr 2018 als „Dirigent des Jahres“ nominiert.

Das Realtime-Ensemble gründete sich anlässlich des „realtime internationales festival für neue musik bremen 2021“ und setzt sich aus Musiker*innen – erstmals – aus den Philharmonien Bremens und Bremerhavens zusammen, die sich für die Interpretation der Neuen Musik einsetzen und diese mit Leidenschaft erarbeiten.

Andi Otto studierte Musikwissenschaft und Linguistik und schloss 2008 mit dem Master in Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg ab. Seine Doktorarbeit verfasste er über das STEIM SensorLab, einem experimentellen Musik-Interfaces? aus den 80ern. Otto ist heute Komponist und Performer elektronischer Musik. Im Zentrum seiner Arbeit steht das selbstentwickelte Instrument „Fello“, eine elektronische Erweiterung des Cellobogens mit Bewegungssensoren. Konzerte führen ihn rund um den Globus. Er ist Mitglied des Flinn-Works Theaterkollektivs in Berlin, betreibt das Vinyl-Label Pingipung und komponiert für Theater-, Film- und Tanzproduktionen.

Seit 2004 veröffentlichte er sieben Solo-Alben, u.a. bei Multi Culti, Shika Shika und Pingipung. Bis 2015 verwendete er das Pseudonym „Springintgut“ für seine Veröffentlichungen.

Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er Medientheorie und gibt Workshops an der HKB in Bern und der Humboldt-Universität Berlin.

Andi Otto

 Andi Otto, Dr. Gerhard Köster, Claudia Janet Birkholz

Gala zur Preisverleihung

Freitag, 23.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Große Gala & »Köster-Preis« zum internationalen Musikvideo-Wettbewerb

Der Höhepunkt des Festivals: die feierliche Preisverleihung des mit 30.000 Euro dotierten „Köster-Preises“, Live-Musik sowie Filmkunst aus über 250 Musik-Video-Einsendungen aus aller Welt. Filmemacher*innen und Musiker*innen geben Einblicke in ihr Schaffen…

Bremer Schlagzeugensemble

Dr. Gerhard Köster, Masteuz Pastwesla

Claudia Janet Birkholz, Dr. Gerhard Köster, Christine Jezior

Workshops/Lectures

Lecture II »Filmkunst«, Jan Harlan, Filmproduzent

Samstag, 06.11.2021 – City46 – Kommunalkino Bremen

Lecture II »Filmkunst«, Jan Harlan, Filmproduzent

Jan Harlan arbeitete seit 1969 mit Stanley Kubrick zusammen und erschuf mit ihm berühmte Filme wie „A Clockwork Orange“, „Barry Lyndon“, The Shining“ oder „Full Metal Jacket“. Als Gastdozent ist er weltweit an Filmhochschulen und bei Wettbewerben gefragt. In seiner Bremer Lecture anlässlich des realtime-Festivals wird er über die Herausforderungen sprechen, denen sich ein*e Komponist*in für Filmmusik gegenüber sieht. Harlan konzentriert sich dabei auf den Aspekt des Komponierens und Arrangierens und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Komponist*in und Regisseur*in. Die Lecture arbeitet mit zahlreichen Beispielen. Sie wird in englischer Sprache gehalten.

Jan Harlan

Claudia Janet Birkholz, Jan Harlan

Lecture III Filmkunst, Henning Lohner

Henning Lohner ist einer der renommiertesten deutschen Filmkomponisten. Er studierte bei Iannis Xenakis und arbeitet mit Karlheinz Stockhausen, Frank Zappa und Hans Zimmer zusammen, schrieb die Filmmusik mit und für zahlreiche internationale Filme wie „Gladiator“, „Ring“ oder „Der große Bagarozy“.
Lohner wurde außerdem 2012 die Ehre zuteil, die Titelmelodie der „Tagesschau“ neu zu komponieren. Seit 2004 ist er Gastprofessor an der Zürcher Hochschule der Künste. In seiner Bremer Lecture geht er auf die Arbeit eines Filmkomponisten ein.

Henning Lohner, 1961 in Bremen geboren, wuchs in Kalifornien auf. Er studierte am Berklee College of Music in Boston und schloss 1987 als Magister in Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Romanistik an der Universität Frankfurt am Main ab. Ab 1985 nahm er Kompositionsunterricht bei Iannis Xenakis. Von 1984 bis 1989 war Lohner Assistent von Karlheinz Stockhausen und betreute 1988 am Teatro alla Scala in Mailand die Bühnenproduktion von dessen Oper Montag aus Licht.
Er arbeitete mit internationalen Musiker*innen zusammen wie Frank Zappa, Steve Reich und Hans Zimmer, schrieb die Musik zu zahlreichen deutschen und internationalen Filmen, darunter „Lauras Stern“, „Incident at Loch Ness“ und „The Ring 2“, und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. 2012 wurde er beauftragt, für die Nachrichtensendung Tagesschau ein neues Klangbild zu komponieren.
Lohners Werk umfasst außerdem international ausgestellte Medienkunstprojekte sowie Arbeiten als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent verschiedener Dokumentarfilme.
Er hält im In- und Ausland Gastvorträge und unterrichtet seit 2004 als Gastprofessor an der Zürcher Hochschule der Künste.

Dr. Gerhard Köster, Claudia Janet Brikholz, Henning Lohner

Henning Lohner

Andi Otto

Samstag, 06.11.2021 – Hochschule für Künste

Lecture I – „How does it Fello“ mit Andi Otto
Der Musiker Andi Otto hat ein Instrument entwickelt, das für eine außergewöhnliche Soundperformance sorgt.

OpenSpace Aktionen / TalkTimes

Samstag, 06.11.2021 – PopUp-Konzerte im öffentlichen Raum in Bremen

Stück “I’m Always Chasing Rainbows” (Chopin can love whoever he wants)
mit der Bremer Chorwerkstatt, Da Capo al Dente sowie dem Ensemble New Babylon.

Konzept, Regie und Lesung: Levin Handschuh
Musik: Frédéric Chopin, Harry Carroll
Text: Frédéric Chopin, Joseph McCarthy
Musikalische Einstudierung: Max Börner, Washington de Oliveira und Sonja Gebert

Levin Handschuh, Bremer Chorwerkstatt

Da Capo al Dente sowie dem Ensemble New Babylon

Samstag, 06.11.2021 – Markthalle 8

TalkTime zum Thema „Zeitgenössische Musik – was soll das?“ mit einem Musikvideo und den Gästen Christoph Louven, Uni Osnabrück, Claudia J. Birkholz, Pianistin und künstl. Leiterin des realtime-Festivals Michal Talma-Sutt, Komposition, und Berthold Gantner, Video

Neue Musik ist vielfältig. Neue Musik ist spannend. Neue Musik ist schwierig. Viele Meinungen und Ansichten gibt es über die Neue Musik. In den letzten 100 Jahren entwickelte sich eine vollkommen neue Art von Musik: Instrumente werden anders gespielt als gewohnt. Rhythmus, Tonalität, Klangspektren – vieles klingt neu und ungewohnt. Warum die Neue Musik vom Musikerinnen so spannend empfunden wird und wie sich Zuhörerinnen fühlen – darüber sprachen der Musikwissenschaftler Prof. Christoph Louven von der Uni Osnabrück, der Komponist Michal Talma-Sutt, der Viodekünstler Berthold Gantner und die Leiterin des realtime-Festivals Claudia Janet Birkholz.

Das Realtime-Musikspiel« Ein Spiel zur Neuen Musik, entwickelt und moderiert von Ralf Besser

Kinder / Jugend Angebote

Samstag, 06.11.2021 – Markthalle 8

»Splash« Spritziges vom Bremer Jugendensemble »Smusic 21

Smusic21, das Jugendensemble Neue Musik, gründete sich im Jahre 2014 unter dem Dach des Vereins „Realtime – Forum Neue Musik“. Ziel ist es, die zeitgenössische klassische Musik auch in der jungen Generation bekannter zu machen. Unter der Leitung des Musikers David Gutfleisch treffen sich die Jugendlichen in regelmäßigen Proben und bei zusätzlichen Workshops und machen sich so spielerisch und unmittelbar mit der Neuen Musik vertraut.
Die Probenräumlichkeiten sowie die benötigten Instrumente werden von der Musikschule Bremen bereitgestellt. Der kostenlose Unterricht wird durch den Verein realtime und die Sponsoren ermöglicht.

Sonntag, 7.11.2021 – Überseemuseum

Kinderkonzert: Die Froschprinzessin mit Christian Bergmann (Sprecher), Johannes Haase (Violine),
Riccardo Castagnola (Live-Elektronik), Katrin Bethge (Overhead-Projektionen) und Salome Althammer (Regie)

In diesem Kinderkonzert wird der Schauspieler Christian Bergmann das polnische Märchen „Die Froschprinzessin“ erzählen. Johannes Haase an der Violine erschafft dazu Klangwelten, die Riccardo Castagnola elektronisch begleitet. Overhead-Projektionen von Katrin Bethge visualisieren die Geschichte auf besondere Art.

Das Märchen „Die Froschprinzessin“ gehört zu den traditionellen polnischen Märchen. Oskar Kohlberg sammelte im 18. Jahrhundert polnische Märchen, ähnlich wie die Gebrüder Grimm in Deutschland, und gab diese gemeinsam mit Volksliedern, Sagen und Bräuchen in mehr als dreißig Bänden heraus.

Das Märchen wurde nun von der Bremer Autorin Anke Fischer nacherzählt. Darin geht es um den jüngsten Königssohn, den ein Pfeil aus seinem Bogen auf der Suche nach einer Braut zu einem Frosch führte. Dem Gespött der Brüder ausgesetzt, bewährt er sich in zahlreichen Abenteuern, auch mithilfe verschiedener Tiere, wodurch er am Ende der glücklichste aller Brüder sein wird.

Salome Althammer wurde 1988 in Heidelberg geboren. 2008–2013 studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Emily Körner (Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart), Frank Reinecke (Vogler Quartett) und Anke Dill und schloss das Studium mit dem „Bachelor of Arts“ ab. 2012–2014 war sie Akademistin der Bamberger Symphoniker, wo sie unter namhaften Dirigenten wie Jonathan Nott, Herbert Blomstedt oder Christoph Eschenbach spielte und Konzertreisen nach Holland, Belgien, Japan und China unternahm. Ab 2014 studierte sie im Masterstudiengang Künstlerische Ausbildung bei Thomas Klug an der Hochschule für Künste Bremen und schloss dieses im Sommer 2016 ab. Aushilfsweise spielt sie u.a. bei den Bamberger Symphonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Staatstheater Oldenburg und der Camerata Hamburg. Sie ist Mitbegründerin und festes Mitglied des Kammerorchesters „ensemble reflektor“, welches 2019 den Max-Brauer-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung F.V.S. gewann, sowie Mitglied des Radial Quartetts.

Christian Bergmann wurde 1970 in Aschaffenburg geboren. Seine Schauspielausbildung schloss er 1996 an der Theaterakademie der Spielstatt Ulm ab. Von 2002 bis 2010 war er Ensemblemitglied bei der bremer shakespeare company und spielte in zahlreichen Aufführungen wie den William in „Die Zähmung der Widerspenstigen“, den Bastard in „König Johann“ u.v.m. Außerdem ist er in Film und Funk tätig und erhielt zahlreiche Preise, u.a. bei den Filmfestspielen in Cannes „Un Certain Regard“ mit „Tore tanzt“, den Kurzfilmpreis mit „Who is Hu“ bei den SHORTS 2013 in Offenburg und war 2017 Gewinner der 53. Grimme-Preis Verleihung im Bereich Fiktion mit: „Das weiße Kaninchen“.

Katrin Bethge ist freischaffende Zeichnerin und Projektionskünstlerin. Nach einer Ausbildung zur Theatermalerin in der Hamburgischen Staatsoper und dem Studium der Illustration an der HAW Hamburg begann sie 1999 mit dem Inszenieren virtueller Räume aus Licht und Projektion. Ihre Overheadprojektionen begleiten seitdem Projekte aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, Foto, Ausstellungen und Aktionen im Stadtraum. Sie trat bei zahlreichen Festivals, in Produktionen und Theaterhäusern auf wie dem Kampnagel Hamburg, dem Theaterhaus Zürich, dem Schauspielhaus Bochum, beim Mikro Makro Festival in Polen oder dem Gare du Nord, Basel. Seit 2001 ist Katrin Bethge Dozentin für Zeichnen, Farbe und Form an der Modeakademie JAK Hamburg.

Riccardo Castagnola studierte elektronische Musik und Komposition am Conservatorio G.B. Martini (Bologna, IT) bei Francesco Giomi und Lelio Camilleri sowie an der Hochschule für Künste Bremen (GER) bei Kilian Schwoon, Jörg Birkenkötter und Joachim Heinz. 2015-16 war er Meisterschüler in Temporal Media bei Jean-François Guiton (HFK Bremen). Seit 2018 unterrichtet er Sound Design an der Hochschule Bremerhaven, Multimedia Performance an der Hochschule für Künste Bremen und gibt in Zusammenarbeit mit dem Schlachthof Bremen Workshops zu elektroakustischen Techniken für Live-Sound. 2017 war er Finalist beim FRANZ LISZT-Stipendium (Akustische Komposition) in Weimar. Er arbeitet mit verschiedenen Institutionen im Bereich der freien Improvisation und Multimedia-Performance, wie dem Ensemble New Babylon (Bremen, GER), dem Theater Bremen (GER), dem Weserburg Museum (Bremen, GER) und Tempo Reale (Florenz, IT).

Johannes Haase studierte Violine und freie Improvisation in Bremen und Basel bei Fred Frith, Thomas Klug und Alfred Zimmerlin. Weitere Studien führten ihn zum Ensemble Modern, zu Kala Ramnath nach Mubai und zu Ellery Eskelin und Zack Brock nach New York. Er ist Gewinner des John-Cage-Preises der John-Cage-Orgelstiftung Halberstadt und erhielt den Klaus-Huber-Sonderpreis der HfK Bremen. Er initiierte interdisziplinäre Projekte mit dem audiovisuellen Haase & Rößler-Duo oder den Poeten der Corporation Cultural Amereida in Chile. 2018 und 2019 arbeitete er mit dem Goetheinstitut in Indien und Chile zusammen. Er gab Masterclasses und Workshops zu Improvisation und erweiterten Spieltechniken an Universitäten in Südamerika, Europa und Asien. 2018 war er Dozent bei der Jungen Deutschen Philharmonie, seit 2019 unterrichtet er Improvisation an der Akademie der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen.

Sonntag, 7.11.2021 – Weserburg Museum für moderne Kunst

Workshop für Kinder und Familien mit Gero Koenig und seinem elektroakustischen Chordeographen

Entdeckungen stehen im Mittelpunkt dieser Workshops. Wer schon immer davon geträumt hat, ein Instrument zu spielen, aber nie die Gelegenheit dazu hatte, wird hier innerhalb kürzester Zeit eines der innovativsten Instrumente spielen lernen.

Mehrere Jahre lang hat der Komponist und Performer Gero Koenig ein elektroakustisches Instrument entwickelt, bis der „Chordeograph“ entstand. Nicht nur sein Aussehen fasziniert, sondern auch, dass der Chordeograph die Körperbewegungen der Spieler*innen elektronisch erschließt und in Klänge umsetzt. Die Bewegungen der Arme und Hände navigieren dabei die Partitur.

Gero Koenig lebt und arbeitet als Komponist, Performer, Instrumentenerfinder und Medienkünstler in Köln. Er studierte Klavier und Komposition an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf sowie bei Clarence Barlow und Nic. A. Huber. Außereuropäische Studienreisen erweiterten sein Verständnis von Resonanz zwischen Musiker, Umwelt und Publikum. Seit 2002 realisiert er Kompositionen und inszenierte Konzertperformances mit ortsbezogener visueller Dramaturgie und Raumgestaltung wie in Klangraum Basilika St. Gereon in Köln, SAFE AND SOUND in Belgrad, Audio Art in Krakau, ZKM in Karlsruhe, S.T.R.E.A.M. Festival und SMC Hamburg.
Aus einer Dekonstruktion des Klaviers entwickelte er den „Chordeograph“ als Instrument und Verfahren zur Klangerzeugung und eine Software zur interaktiven Echtzeitsteuerung. 2018 wurde der Chordeograph als interaktive Installation im Rahmen der Ausstellung Open Codes am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) ausgestellt.

Gero König

Köster Preis 2021

2021 wurde der Köster-Preis erstmals verliehen, für den besten Musikfilm oder das beste Musikvideo zu einem Stück Neuer Musik.

Die Juroren:

  • Christine Jezior, Filmproduzentin und Regisseurin
  • Andreas Hotz Generalmusikdirektor Osnabrück
  • Piotr Sobicinsky, Kameramann
  • Hendrik Vestmann, Generalmusikdirektor Oldenburg

Der Köster-Preis 2021 in Höhe von 30.000 €, gespendet von Dr. Gerd Köster, ging an Masteuz Pastweska und Bart White für „The Struggle for life“ zum Stück „Intrada E Danza“ von Stefan Lindemann und Ensemble New Babylon

Eine lobendes Erwähnung erhielt Carmen Büchner für das Musikvideo „Corona“ zum Musikstück „Shapes & Sizes 2011“ von Regin Petersen.

Der Nachwuchspreis in Höhe von 500 €, gespendet von Jacek Kapturek, ging an Fabian Friese und Tim Redlich für „Breathing Trees“ zum Stück „Luft und Holz II“ von Ezzat Nashashibi

Der Publikumspreis in Höhe von 1.000 €, gespendet von Küche & Feuer Bremen, ging an Lena Grewenig für „Traumsequenz“ zum Stück „Imjae II“ Part 1 von Sunjoo Cho und dem Bremer Schlagzeugensemble.

Wir gratulieren auch all denen, die die Endrunde erreicht haben:

Jingling Yu für „Digital nature“ zum Stück „Shapes & Sizes“ von Regin Petersen

Raoul Wilken für „Human Grime“ zum Stück „Shapes & Sizes“ von Regin Petersen

Pawel Kleszczewski und Kasia Zimnoch für „ KönigGero Chordeograph_AR_workshop_excerpt „ zum Stück „Chordeograph_AR_workshop_excerpt „ von Gero Koenig

Nanja Heid für „Lindemann, Stefan – Intrade e Danza“ zum Stück „Intrada E Danza“ von Stefan Lindemann

Natalia Spychala für „Nashashibi, Ezzat: Luft und Holz II“ zum Stück „Luft und Holz II“ von Ezzat Nashashibi

Piotr Gromek und Wojciech Biały für „Prelude to hatred“ zum Stück „Something yellow- and a little bit green“ von Claudia Janet Birkholz

Klaudia Pawlikowska und Paweł Marek für „ Shapes & Sizes“ zum Stück „Shapes & Sizes“ von Regin Petersen

Imke Meyer und Indra Zilm für „Imjae II“ Part 1“ zum Stück „Imjae II“ Part 1 von Sunjoo Cho

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