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REALTIME

FESTIVAL

2023
Mensch Music Maschine
Slide Weil sie mit Traditionellem spielt. Und mit Gewohntem bricht. Vom Walking-Act bis zur Film-Show:
Mit realtime – internationales festival für neue musik bremen findet eine der größten Veranstaltungen in Deutschland statt. Ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm vereint dabei audiovisuelle Konzerte, Musiktheater, Tanz, Wort, Gesang, Elektronik, Improvisation, Videokunst, Lichtprojektionen und Interaktion in unterschiedlichen Kulturstätten der Hansestadt.

NEUE MUSIK

ÜBERWINDET GRENZEN

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NEUE MUSIK

ERMÖGLICHT BEGEGNUNGEN.

Überall dort, wo Raum für zeitgenössische Musik entsteht, wird Begegnung mit unerhört Ungehörtem möglich. Und das ist längst nicht mehr nur im Konzertsaal. An ungewöhnlichen Orten finden Begegnungen mit Künstler*innen, Begegnungen mit neuen Kompositionen und Aufführungskonzepten statt.
Slide Beim ersten realtime – internationales festival für neue musik bremen treten Künstler*innen aus dem Gastland Polen, Deutschland und der ganzen Welt auf. Gemeinsam entwickeln sie nie dagewesene Inszenierungen, die begeistern – und ermöglichen inspirierende Momente mit Neuer Musik.

NEUE MUSIK

VERBINDET MENSCHEN

Slide Beim zweiten realtime – internationalen festival für neue musik bremen treten Künstler*innen aus dem Gastland Frankreich

NEUE MUSIK

ERWEITERT UNSERE WAHRNEHMUNG

2023 Begegnungen Oktober / November 2021 17. -21. Mai

Rückblick 2021

realtime – internationales festival für neue musik bremen – 22./23.10. + 06./07.11.2021

Vielfältig Augen & Ohren erobert
Musik der Gegenwart ist vielleicht ein bisschen „crazy“, aber auf jeden Fall interessant und anziehend: An knapp vier Tagen erreichte realtime – internationales festival für neue musik bremen, insgesamt über 800 Menschen jeden Alters mit seinem facettenreichen Programm: Bühnen-Performances, Pop-up-Konzerten unter freiem Himmel, Talk-Runden, Film-Vorführungen, Instrumenten-Workshops, einem Musik-Märchen für Kinder. „Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen wir mit realtime auf ganz verschiedene Art für Neue Musik interessieren konnten – unser ‚Konzept der Vielfalt’ ist aufgegangen“, freut sich Claudia Janet Birkholz, künstlerische Leiterin und Mit-Initiatorin des Festivals. Die inspirierende und emotionale Kraft der Neuen Musik zeigte sich am 2. Festival-Wochenende auch in den 10 besten Ergebnissen des internationalen Musikvideo-Wettbewerbs und in den erkenntnisreichen Lectures von Film-Größen wie Jan Harlan und Henning Lohner, die die Veranstalter in die Hansestadt einluden.

Das nächste Festival ist für 17.-21. Mai 2023 bereits geplant – in Kooperation mit dem Gastland Frankreich. Dann soll die Neue Musik ganz im Zeichen von „Mensch – Musik – Maschine“ stehen. Im Vorfeld des Festivals wird schon 2022 ein internationaler Wettbewerb für innovative Aufführungskonzepte ausgelobt. Die beste interdisziplinäre Performance-Idee für Gegenwartsmusik wird wiederum mit dem Köster-Preis ausgezeichnet – mit 30.000 Euro der höchstdotierteste Preis im Genre der Neuen Musik. Interessierte dürfen sich also schon jetzt auf neue unvergessliche Momente beim Realtime-Festival 2023 freuen…
Mehr zur Ausschreibung finden Sie in Kürze hier.

In spannenden Konzertformaten, multimedialen Beiträgen und Lectures gepaart mit exzellenter Unterhaltung möchten wir einem breiten Publikum die Vielfalt der zeitgenössischen, klassischen Musik darbieten. Mit Workshops und einem speziell für Kinder konzipierten Programm möchten wir die Jüngsten in unserer Gesellschaft, die mitunter am meisten in dieser Coronakrise zu leiden haben, mit dieser einzigartig schönen Musik ansprechen.

Horizonte eröffnen, Fesseln sprengen, den Atem rauben und an- und erregen: all das werden unsere Künstler mit Ihnen -unserem Publikum beim Realtime Festival zelebrieren. Mitreißende Lichtshows, Performances, Konzerte & Poetry, Pop-Up-Konzerte in der Innenstadt und betörende Musikvideos werden die Hansestadt leuchten und erklingen lassen.

Lassen Sie sich von nie gehörten Klängen und Bildern in Sphären entführen, die Kulturen, Disziplinen, Genres, Konventionen und Gräben jedweder Art überschreiten.

Gemeinsam über den Tellerrand schauen! Konventionell war gestern.

Realtime Festival
Realtime Festival

Konzerte

Freitag, 22.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Opening I: Luzifers (T)Raum

Werk von Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Klavierstück XII „Luzifers Traum“ (1981) von Claudia Janet Birkholz (Klavier) und Katrin Bethge (Licht-& Projektionskunst)

Claudia Janet Birkholz geboren in Bremen, ist eine im In-und Ausland gefragte Interpretin für Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie studierte Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen bei Kurt Seibert und ist dort seit 1993 Dozentin für Klavier und zeitgenössische Musik. Freude am Experimentellen, ein hoher intellektueller Anspruch, sowie die Sensibilisierung des Publikums für ungewöhnliche akustische Ereignisse machen ihre Konzerte zu besonderen Erlebnissen. Sie trat u.a. bei den Bodenseefestspielen, dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, Gaudeamus MusicWeek, Wien modern, den Berliner Festwochen, dem Ultraschallfestival, dem Festival für zeitgemäße Musik Bludenz und den Bregenzer Festspielen auf und widmet sich in letzter Zeit besonders der Entwicklung neuer  Konzertformate in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern, Psychologen, KI-Forschern und Mathematikern.

Sie ist Produzentin von vielfach ausgezeichneten Musikvideos gemeinsam mit der renommierten Filmemacherin Christine Jezior sowie die Initiatorin des Vereins „Realtime-Forum Neue Musik“ e.V. und künstlerische Leiterin des „realtime internationales festival für neue musik bremen“.

Katrin Bethge ist freischaffende Zeichnerin und Projektionskünstlerin. Nach einer Ausbildung zur Theatermalerin in der Hamburgischen Staatsoper und dem Studium der Illustration an der HAW Hamburg begann sie 1999 mit dem Inszenieren virtueller Räume aus Licht und Projektion. Ihre Overheadprojektionen begleiten seitdem Projekte aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, Foto, Ausstellungen und Aktionen im Stadtraum. Sie trat bei zahlreichen Festivals, in Produktionen und Theaterhäusern auf wie dem Kampnagel Hamburg, dem Theaterhaus Zürich, dem Schauspielhaus Bochum, beim Mikro Makro Festival in Polen oder dem Gare du Nord Basel.

Seit 2001 ist Katrin Bethge Dozentin für Zeichnen, Farbe und Form an der Modeakademie JAK Hamburg.

Claudia Janet Birkholz
Claudia Janet Birkholz

Freitag, 22.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Opening II: Inside Poland

Werke von Piotr Peszat, Piotr Jędrzejczyk, Wojciech Błażejczyk gespielt vom Ensemble Kwartludium.

Künstler:

Ensemble Kwartludium:

Dagna Sadkowska, Violine

Michał Górczyński, Klarinette / Bassklarinette

Paweł Nowicki, Percussion

Piotr Nowicki, Klavier

Ralf Besser, Moderator

 

Komponisten:

Piotr Peszat (*1990): Real Life Proof (2018)

für Violine, Klarinette, Bassklarinette, Vibraphon, Klavier, Elektronik
und Videoprojektion

Piotr Jędrzejczyk (*1993): Quartiude (2020)
für Violine, Klarinette, Percussion und Klavier

Wojciech Błażejczyk (*1981): General Theory of Relativity (2018)

für Violine, Klarinette, Klavier, Percussion und Elektronik

 

Das Ensemble Kwartludium aus Polen ist in seinem Heimatland für experimentelle und außergewöhnliche Konzerte bekannt. An diesem Abend spielt es aktuelle Werke polnischer Komponisten mit Videoprojektionen und Elektronik.

Ralf Besser, Prozessbegleiter und Moderator, wird mit überraschenden Aha-Erlebnissen für das Publikum den Abend begleiten.

Das polnische vierköpfige Ensemble gründete sich 2002 und besteht aus Absolventen der Musikhochschulen in Warschau, Bydgoszcz und Danzig. Seitdem spielen die vier Musiker*innen Werke junger Komponisten aus Polen und dem Ausland sowie zahlreiche Uraufführungen und Konzerte auf renommierten Festivals auf der ganzen Welt, unter anderen beim Warschauer Herbst, dem Unsound in New York, Festival für moderne Musik in Peking, Daegu Festival für zeitgenössische Musik, Ensemble Europa in Köln, Loop Festival in Brüssel, Musica Viva in Lissabon, Contrasts in Lemberg, Arena Festival in Riga u.v.m. Neben der zeitgenössischen Musik spielt auch die Improvisation eine wichtige Rolle. Das künstlerische Schaffen von Kwartludium umfasst Aufnahmen für Plattenlabels wie Dux, Requiem Records, Touch sowie das polnische Radio, TVP Kultura, Polmic, WDR 3 und Deutschlandfunk.

Ensemble Kwartludium
Ensemble Kwartludium

Samstag, 06.11.2021 – Mercedes Kundencenter – Konzerthalle

Werk „Sinfonie & Stimme“ von Carola Bauckholt, Agata Zubel und Cezary Duchnowski vorgetragen von

Agata Zubel und Cezary Duchnowski unter der Leitung von Marc Niemann.

Ein besonderes Highlight dieses Festivals ist die international gefeierte Stimmakrobatin und Star-Komponistin Agata Zubel. Zusammen mit dem Realtime-Ensemble unter der Leitung von GMD Marc Niemann.

Realtime Festival
Agata Zubel
Agata Zubel
Agata Zubel, Marc Niemann

Samstag, 06.11.2021 – Mercedes Kundencenter – Konzerthalle

Night-Konzert mit Andi Otto und seinem Fello

Der Hamburger Musiker Andi Otto spielt mit seinem Instrument „Fello“, einem Cello mit multisensorischem Bogen, eine außergewöhnliche Soundperformance. Durch die Bewegung seiner Arme und den Druck der Finger kombiniert er die klassische Spielweise mit elektroakustischen Klängen.

Komponisten:

Carola Bauckholt (*1959): Treibstoff (1995) für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Percussion

Agata Zubel (*1978): Chapter 13 (2015) für Sopran und Instrumentalensemble

Cezary Duchnowski (*1971): Monada 3 (2018) für Frauenstimme, Klavier und Computer

Agata Zubel: Not I (2014) für Stimme, Instrumentalensemble und Elektronik

Künstler:

Agata Zubel (Sopran)

Cezary Duchnowski (Elektronik)

Agata Zubel ist als polnische Komponistin und Sängerin für ihren einzigartigen Stimmumfang und Techniken bekannt, die Stereotypen in Frage stellen. Sie studierte an der Karol-Lipiński-Musikakademie Komposition bei Jan Wichrowski und Gesang bei Danuta Paziuk-Zipser und promovierte 2004 im Fach Musik. Seither arbeitet sie an der Akademie als Dozentin.

Besonders die Neue Musik nimmt einen wichtigen Platz in ihrem Repertoire ein. Sie arbeitete mit berühmten Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem Ensemble InterContemporain, der musikFabrik, der London Sinfonietta, Ictus, dem 8. Blackbird, den San Francisco Contemporary Music Playern, den Seattle Chamber Players, dem Münchener Kammerorchester, den Neuen Vocalsolisten, dem Remix Ensemble und vielen weiteren. Sie trat in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, dem Konzerthaus in Wien, dem Konzerthaus in Berlin, dem Musikgebouw in Amsterdam, dem Musikverein Wien, der Elbphilharmonie in Hamburg, der Philharmonie in Berlin und Köln, Luxemburg, Moskau, Essen, in der Royal Albert Hall, auf dem Royal Festival Hall in London, der Casa da Musica in Porto und in der Seattle Symphony auf.

Cezary Duchnowski ist Komponist, Pianist, Performer und Dozent. Er wurde 1971 in Elbląg geboren und studierte Komposition in der Klasse von Leszek Wisłocki an der Musikakademie in Breslau, wo er heute auch unterrichtet.

Seit 2005 tritt er gemeinsam mit Agata Zubel (als ElettroVoce-Duo) auf. Im selben Jahr erhielt er den Sonderpreis beim internationalen Wettbewerb „Gaudeamus“ in Amsterdam für die Interpretation Zeitgenössischer Musik.

2004 erhielt „Monada 3“ für Gesang, Klavier und Computer den ersten Preis beim 10. Internationalen Podium für Elektroakustische Musik in Rom.

Elektroakustische Musik stand in den letzten Jahren im Mittelpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit und zahlreicher Kompositionen.

 

Marc Niemann studierte Klavier und Dirigieren in Hannover, Lübeck und Berlin und schlug anschließend die klassische Kapellmeisterlaufbahn mit Stationen in Lübeck, Eutin, Braunschweig, Pforzheim u.a. Er wurde als Stipendiat der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung, der Richard-Wagner-Stiftung und der Max-Grünebaum-Stiftung ausgezeichnet. Als Gastdirigent stand er bereits am Pult zahlreicher Klangkörper und dirigierte bei Festivals, u.a. der Staatskapelle Halle, der Brandenburger Sinfoniker, der Berliner Sinfoniker, der Bielefelder Philharmoniker, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Staatskapelle Schwerin, der Kammeroper Schloss Rheinsberg und beim Beethovenfest Bonn.

Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Generalmusikdirektor des Stadttheaters Bremerhaven und Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt wurde Marc Niemann im Jahr 2018 als „Dirigent des Jahres“ nominiert.

Das Realtime-Ensemble gründete sich anlässlich des „realtime internationales festival für neue musik bremen 2021“ und setzt sich aus Musiker*innen – erstmals – aus den Philharmonien Bremens und Bremerhavens zusammen, die sich für die Interpretation der Neuen Musik einsetzen und diese mit Leidenschaft erarbeiten.

Andi Otto
Andi Otto, Dr. Gerhard Köster, Claudia Janet Birkholz

Andi Otto studierte Musikwissenschaft und Linguistik und schloss 2008 mit dem Master in Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg ab. Seine Doktorarbeit verfasste er über das STEIM SensorLab, einem experimentellen Musik-Interfaces? aus den 80ern. Otto ist heute Komponist und Performer elektronischer Musik. Im Zentrum seiner Arbeit steht das selbstentwickelte Instrument „Fello“, eine elektronische Erweiterung des Cellobogens mit Bewegungssensoren. Konzerte führen ihn rund um den Globus. Er ist Mitglied des Flinn-Works Theaterkollektivs in Berlin, betreibt das Vinyl-Label Pingipung und komponiert für Theater-, Film- und Tanzproduktionen.

Seit 2004 veröffentlichte er sieben Solo-Alben, u.a. bei Multi Culti, Shika Shika und Pingipung. Bis 2015 verwendete er das Pseudonym „Springintgut“ für seine Veröffentlichungen.

Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er Medientheorie und gibt Workshops an der HKB in Bern und der Humboldt-Universität Berlin.

Gala zur Preisverleihung

Freitag, 23.10.2021 – Metropol Theater Bremen

Große Gala & »Köster-Preis« zum internationalen Musikvideo-Wettbewerb

Der Höhepunkt des Festivals: die feierliche Preisverleihung des mit 30.000 Euro dotierten „Köster-Preises“, Live-Musik sowie Filmkunst aus über 250 Musik-Video-Einsendungen aus aller Welt. Filmemacher*innen und Musiker*innen geben Einblicke in ihr Schaffen…

Workshops/Lectures

Samstag, 06.11.2021 – City46 – Kommunalkino Bremen

Lecture II »Filmkunst«, Jan Harlan, Filmproduzent

Jan Harlan arbeitete seit 1969 mit Stanley Kubrick zusammen und erschuf mit ihm berühmte Filme wie „A Clockwork Orange“, „Barry Lyndon“, The Shining“ oder „Full Metal Jacket“. Als Gastdozent ist er weltweit an Filmhochschulen und bei Wettbewerben gefragt. In seiner Bremer Lecture anlässlich des realtime-Festivals wird er über die Herausforderungen sprechen, denen sich ein*e Komponist*in für Filmmusik gegenüber sieht. Harlan konzentriert sich dabei auf den Aspekt des Komponierens und Arrangierens und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Komponist*in und Regisseur*in. Die Lecture arbeitet mit zahlreichen Beispielen. Sie wird in englischer Sprache gehalten.

Unterstützer

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